Checkliste: Richtig wickeln in 5 einfachen Schritten
Baby & Geburt

Wickelkunde: Richtig wickeln in 6 einfachen Schritten

Es mag keine große Kunst sein, ein Baby richtig zu wickeln. Dennoch fragen sich viele Eltern, die zum ersten Mal ein Baby bekommen, wie richtiges Wickeln überhaupt funktioniert. Mit unserer einfachen Anleitung erklären wir dir das Wickeln in sechs ganz einfachen Schritten.

Richtig wickeln: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Vorbereitung ist das A und O beim Wickeln

Ohne geeigneten Wickelplatz geht nichts: Auf einem Wickeltisch oder einer Wickelkommode mit Auflage liegt dein Baby zum Wickeln besonders komfortabel. Dabei gilt: Eine Hand ist immer am Baby! Selbst Neugeborene werden auf dem Tisch zu mutigen Akrobaten. Außerdem sollte der Wickelbereich vor Zugluft und direkter Sonne geschützt sein. Ein Heizstrahler sorgt für eine behagliche Wärme.

Sorge immer dafür, dass die Fächer deiner Wickelkommode gut bestückt sind. Dazu gehören:

Schritt 2: Windelbereich säubern und pflegen

Im ersten Step steht die Reinigung des Windelbereiches auf dem Plan. Sei dabei gründlich, aber vorsichtig und achte darauf Rückstände von Stuhl und/oder Urin auch in den Hautfalten zu entfernen. Zum Säubern kannst du entweder Feuchttücher oder einen Waschlappen/Wattepad mit etwas Bio-Mandelöl verwenden. Die Feuchttücher sollten aus 99% Wasser und etwas Öl (z.B. Mandelöl) bestehen.

Danach trockne den Babypopo gründlich ab, damit er nicht wund wird. Lasse den Popo auch mal ein paar Minuten an der frischen Luft trocknen – das beugt Ausschlägen vor und ist gut für die zarte Babyhaut.

Ist der Po doch mal etwas wund oder gereizt, eignet sich eine (sanfte) Wundschutzcreme. Bei einer Windeldermatitis holst du dir am besten in der Apotheke eine Salbe auf Zinkbasis.

Schritt 3: Windel anlegen mit dem Wickelgriff

Ist der Popo gründlich gereinigt und trocken, ist die neue Windel dran. Um dein Baby möglichst hüftschonend hochzuheben, greife mit der rechten Hand unter dem rechten Bein hindurch an den Oberschenkel des linken Beins – als Linkshänder kannst du genau umgekehrt verfahren.

Hebe nun den Po deines Baby behutsam an, damit kein Druck auf der Wirbelsäule entsteht. Dann schiebst du die Windel zur Hälfte unter dein Baby. Achte darauf, dass die Rückseite der Windel ungefähr bis zur Mitte des Rückens und vorne bis zum Bauchnabel reicht. Bei einem Bub sollte der Penis nach unten schauen, damit das Pipi nicht oben aus der Windel herausläuft.

Schritt 4: Windel verschließen

Zum Verschließen der Windel hältst du die Vorderseite mit einer Hand am Bauch fest. Mit der anderen löst du den Klebestreifen und ziehst ihn in Richtung Bauchnabel, um ihn dort festzukleben. Das Gleiche passiert auf der anderen Seite mit dem zweiten Klebestreifen.

Schritt 5: Der Zwei-Finger-Test

Natürlich willst du nicht, dass die Windel zu fest sitzt. Das kannst du ganz einfach mit dem “Zwei-Finger-Test” herausfinden: Schiebe zwei Finger zwischen Bund und Babybauch. Wenn deine Finger dazwischen passen, kannst du sicher sein, dass dein kleines Wunder Platz genug hat, aber trotzdem gut geschützt ist.

Schritt 6: Bündchen am Bein kontrollieren

Damit die Windel wirklich dicht hält und nichts ausläuft, überprüfst du am Schluss, ob die Windelbündchen an beiden Beinchen komplett nach außen geklappt sind.

Linktipp: Erstausstattung für das Baby

Eine gute Erstausstattung für das Baby bildet die solide Basis für einen tollen Start ins neue Familienleben. Wir verraten, welche Produkte bei der Baby-Erstaustattung nicht fehlen dürfen und gehen dort auch näher auf den Wickelplatz ein.

Was ist eine Windeldermatitis? Was ist Windelsoor?
Babys leiden häufig unter einem „wunden Popo“, auch Windeldermatitis genannt. Ursache sind hautreizende Stoffe in Urin und Stuhl, manchmal auch eine zu intensive bzw. falsche Reinigung der Haut. Gegen Windeldermatitis helfen v.a. häufiges Windelwechseln, eine sorgfältige und sanfte Reinigung der Haut mit Wasser und Öl, Wundschutzpasten mit Zink und viel Luft am Baby-Popo (v.a. im Sommer).
Liegt neben der Windeldermatitis auch ein Pilzbefall in Form eines Windelsoors vor verschreibt der Arzt eine pilzhemmende Salbe (Antimykotikum). Wenn sich die Pilze auch im Mund oder Verdauungstrakt ausgebreitet haben, muss das pilzhemmende Medikament meist auch als Saft verabreicht werden.

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.